Die 10: Meine Magical Places in Afrika

Von den 54 Ländern Afrikas habe ich bisher nur elf besucht - damit aber wohl mehr als die meisten anderen Europäer. Der Kontinent ist für mich zu Unrecht noch nicht so das Top-Reiseziel, dabei gibt es so viele wunderbare Orte - für mich die schönsten überhaupt. Es dürfte nicht überraschen, dass mein Lieblingsort  weltweit in Kenia liegt. Unberührte Natur, wilde Tiere, großartige Landschaftsformationen, wunderschöne Palmenstrände - und das alles hat man noch weitestgehend für sich. Wegen Überfüllung geschlossen, wie in Südostasien oder Südeuropa, das gibt es hier nicht. Lasst euch entführen nach Ghana und São Tomé und Príncipe, Tansania und Botswana, Sambia und Südafrika, Kenia und Sansibar.


Über "die 37 schönsten Orte der Welt" hat der Blog "City Sea Country" neulich berichtet - und andere Blogger aufgerufen, ihre schönsten Orte zu teilen. Ich habe eine Weile überlegt und gesammelt - und mich dann entschieden, meine Lieblingsorte auf dem afrikanischen Kontinent vorzustellen. Der Kontinent ist als Reiseziel noch nicht so bekannt wie Europa und Asien und genau deshalb will ich ein wenig Werbung für die Schönheit so vieler Länder machen.


Die 10: Bongani Mountain, Südafrika

Seine erste Safari vergisst man wahrscheinlich niemals. Und deshalb wird die Bongani Mountain Lodge auch immer einen festen Platz in meinem Herzen haben. Noch heute, sieben Jahre nach unserem Besuch, sprechen mein Freund und ich oft über diesen Ort und über Seph und Elliot, die damals unser Fahrer und unser Guide waren.

 

Bongani Mountain grenzt an den Kruger Nationalpark in Südafrika und die Lodge selbst liegt auf einem Berg - das Game Reserve erstreckt sich auch über die tieferen Ebenen. Eigentlich gibt es einen Zaun zum Kruger hin, aber immer wieder durchbrechen Tiere die Abtrennung.

 

Vor allem mit Nashorn-Sichtungen wurden wir hier verwöhnt, aber auch meinen ersten Elefanten, meine erste Giraffe, mein erstes Zebra, mein erstes Gnu und eigentlich fast jedes Tier habe ich hier zum ersten Mal gesehen. Und das in einer unfassbar liebevollen Umgebung, mit Menschen, die ihren Job lieben und genau das auch den Gästen vermitteln. Beim Sundowner einfach den Ausblick genießen oder die unermüdliche (und vergebliche) Suche nach dem Löwen - hier hat einfach alles gestimmt. Irgendwann werde ich wiederkommen.

Die 9: Nungwi, Sansibar

Diese weißen, ewig langen Sandstrände, die Palmen und Bäume, das türkis schimmernde Wasser - Sansibar ist ein absoluter Traum! Das Inselarchipel, das zu Tansania gehört, hat noch so viel mehr zu bieten: Gewürz-Farmen, Schnorchel-Trips und die schnuckelige Altstadt von Stonetown.

 

Doch am wohlsten habe ich mich in Nungwi gefühlt. Ich war südlich des Touristenortes untergebracht, in den Ebony & Ivory Beach Bungalows. Ich bin tagelang barfuß gegangen, weil ich von meiner Terrasse aus direkt am Strand stand. Es war herrlich! Der Sand war weich und fein und das Baden im Meer fantastisch. So eine klare Sicht hatte ich glaube ich noch nie und auch danach nicht wieder. Ich habe quasi am Strand gelebt, nicht nur, weil mein Bungalow direkt dort war, ich habe in Strandbars gegessen und war in der gesamten Zeit meines Aufenthaltes dort nur ein einziges Mal im Dorf, um ein wenig Obst zu besorgen.

 

Da ich außerhalb der Hauptreisezeit dort war, Mitte April, hatte ich auch meine Ruh und es war generell sehr wenig los - sehr zu meiner Freude.

Die 8: Serengeti, Tansania

Ich kenne wenige Menschen, die nicht davon träumen, einmal in die Serengeti zu kommen. Die Berichte und Fotos sind omnipräsent in den Köpfen, Bilder von Löwen, Millionen Gnus und Zebras, Leoparden und Nashörnern. Als Wildlife- und Afrika-Fan stand die Serengeti natürlich auch sehr lange sehr weit oben auf meiner Liste, bis ich mir den Traum 2017 erfüllt habe.

 

Die Serengeti hat mich nicht auf den ersten Blick verzaubert, ganz im Gegenteil, wir haben eine gute Weile gebraucht, bis wir miteinander warm wurden. Wer die Masai Mara oder den Tsavo East in Kenia kennt, wird schnell merken, dass die Tierdichte in der Serengeti viel geringer ist - und man oft lange fahren muss, bis sich wieder Tiere zeigen. Das hat die Zeit im Auto doch recht lang gemacht.

 

Dennoch hatte ich in der Serengeti einige meiner schönsten Sichtungen. Und ich glaube, es gab zwei Momente, in denen ich mich dann doch verliebt habe in den Ort. Zum einen als wir Mittagspause machten und neben unserem Auto Elefanten badeten. Und zum anderen als ich abends mit einem Tierschützer und seiner Familie auf deren Terrasse saß und plötzlich eine Hyäne neben uns stand. Das sind Momente, die ich nie wieder vergessen werde. Und der Blick aus meiner Unterkunft (ich war beruflich dort und habe im Gästehaus der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt genächtigt), wie man hier auf dem Foto sieht, war auch nicht schlecht.

Die 7: Hell's Gate, Kenia

Radfahren mit Zebras und Giraffen - na, wie klingt das? Das kann nur nach einem Magical Place klingen, oder? In Kenia gibt es genau einen Nationalpark, wo das möglich ist: der Hell's Gate Nationalpark im Rift Valley, dem großen afrikanischen Grabenbruch.

 

Zwar kann man Hell's Gate auch mit dem Auto und zu Fuß erkunden, aber auf dem Fahrrad fand ich es besonders schön - wenn auch anstrengend, denn manches Mal bleibt man auch im Sand stecken. Dafür sind Zebras, Antilopen, Warzenschweine, Giraffen und Co auf Tuchfühlung - denn als Radfahrer macht man ja nicht so viele Geräusche wie ein Auto.

 

Ich bin alleine losgefahren und es war ein unbeschreibliches Gefühl. Alleine in der Natur, wissend, dass es hier auch Tiere gibt, die gerne mal angreifen - Büffel beispielsweise. Aber dennoch so ruhig und großartig. Wer naturverbunden ist und sich gerne bewegt, sollte auf jeden Fall Hell's Gate besuchen - nach der Radtour und einer Wanderung durch die Schlicht (die Walt Disney zu der Mufasa-Todesszene in "König der Löwen" inspiriert haben soll) gibt es als Belohnung auch ein Spa - mit einer heißen Quelle.

Die 6: Sossusvlei, Namibia

Namibia - für viele Reisende ein Traumziel. Für mich war es das Ende einer fast fünfmonatigen Afrika-Reise und weil ich viel mehr Zeit als gedacht in Botswana verbracht habe, hatte ich am Ende nur noch sechs Tage in Namibia. Das wird diesem riesigen Land natürlich nicht gerecht und viele Highlights wie die Etosha Salzpfanne oder den Fish River Canyon habe ich auslassen müssen - bei diesem ersten Besuch!

 

Dafür habe ich mir ein anderes Highlight angeschaut, das lange auf meiner Bucketlist stand: das Sossusvlei. Die unendliche Wüstenlandschaft mit den roten Sanddünen ist ein absolutes Highlight. Schon auf dem Zeltplatz in Sesriem, am Tor des Sossusvlei, habe ich mich mega wohl gefühlt. Obwohl der Platz ausgebucht war, fand ich es ruhig und angenehm - schon alleine der Pool mit Blick in die Wüste war fantastisch. Und obwohl sich viele andere Menschen rund um die Sanddünen, vor allem die berühmte Dune 45, aufhielten, fand ich es dennoch fantastisch. Da ich ja ohnehin noch einmal nach Namibia kommen muss, wird das Sossusvlei auch ein zweites Mal auf meiner Reiseliste stehen!


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Die 5: Praia Banana, São Tomé und Príncipe

Wer mir in den Sozialen Medien oder auf dem Blog folgt, weiß längst, dass ich mich in die Praia Banana auf São Tomé und Príncipe verliebt habe. Dieser Traumstrand ist nicht nur abgelegen und von Palmen und Bäumen gesäumt - immerhin liegt er am Regenwald - sondern auch einsam.

 

Ja, richtig gelesen, diesen Traumstrand kann man für sich alleine haben. Ich habe zwei Tage dort verbracht und viele Stunden waren mein Freund und ich alleine hier. Keine Menschen, keine Musik, nur wir, der Strand und unser Schnorchel. Den kann man hier einpacken, auf dem Foto sieht man ja, dass sich hier auch ein Korallen-Riff verbirgt.

Die 4: Dzita, Ghana

Manchmal braucht es gar nicht so wahnsinnig viel, um sich unglaublich wohl zu fühlen. Die Lodge "Meet Me There" in Dzita im Südosten Ghanas beweist das: Was hier vor einigen Jahren entstanden ist, ist großartig. Viele Orte bezeichnen sich ja gerne als "Home away from Home" - aber in Dzita ist genau das entstanden.

 

Die Lodge liegt an einer Lagune - wer hindurch schwimmt, ist am Strand. Das Baden im Meer ist wegen der Strömung leider sehr gefährlich, außerdem findet sich leider auch viel Müll am Strand, doch auch dagegen unternimmt die Lodge etwas: Wer einen Sack Müll einsammelt, bekommt einen Caipi for free. Die Lagune eignet sich hingegen super zum Schwimmen und Floaten - und wer will, kann auch mit dem Boot fahren, das der Lodge gehört. Am lodgeeigenen Strand lässt es sich herrlich auf Liegestühlen oder in Hängematten entspannen.

 

Das Essen ist übrigens auch ausgezeichnet hier, egal ob man nun auf die Pizza aus dem Holzofen zurückgreift oder ob man eines der ghanaischen Gerichte probiert. Wer tiefer in die Kultur des Landes eintauchen möchte, findet hier auch Gelegenheiten: Bei Sprachkursen, Musik-Workshops oder Kochkursen.

Die 3: Chale Island, Kenia

Ich habe schönere Strände gesehen als auf Chale Island ein paar Meter vor dem berühmten Diani Beach in Kenia. Doch das Rundum-Paket hat hier einfach am besten gepasst.

 

Chale Island ist eine kleine Insel, die zu zwei Drittel aus Mangrovenwald besteht, der unter Naturschutz steht. Auf dem anderen Drittel findet sich genau ein Hotel, das Sands at Chale Island, - und die Anlage fügt sich perfekt in die Umgebung ein. Der private Strand ist wunderschön, gepflegt und das Wasser herrlich türkis.

 

Wer Abgeschiedenheit mag und gerne seine Ruhe hat, der ist hier genau richtig. Ich mag es, beim Entspannen auch einfach mal bei mir zu sein und nicht von irgendwelchen Lokalen und Shops angelenkt zu sein. Hier auf Chale ist das so. Wer dennoch gerne raus will, muss ein Boot nehmen, die Überfahrt ist für Hotelgäste kostenfrei und immer möglich. Das Essen in dem italienisch geführten Hotel ist übrigens auch sehr gut gewesen. Eine absolute Empfehlung für deinen nächsten Kenia-Urlaub!

Die 2: Okavangodelta, Botswana

Manchmal kommt man an einen Ort und ist von seiner absoluten Schönheit einfach nur begeistert. So ging es mir im Okavangodelta in Botswana, beziehungsweise eigentlich am Okavango River. Denn genächtigt habe ich außerhalb des Nationalparks, in der Okavango River Lodge. Das ist einer jener Orte, an denen man sich sofort wohl fühlt: Es gibt normale Zimmer, mit Betten ausgestattete Zelte und einen Zeltplatz - so ist die Gruppe, die vor Ort ist, immer bunt gemischt. Das Flair zeigt sich dann auch an der Bar, wo abends alle zusammen kommen - denn hier ist ansonsten weit und breit nichts in der Umgebung, wohin man abends gehen könnte.

 

Die Lodge liegt direkt am Fluss - am Ufer warnen Schilder vor den Krokodilen. Krokodile und Nilpferde gibt es hier nämlich einige - und die sind beide gefährlich.

 

Mit dem Motorboot geht es dann zum Parkeingang und auch diese Fahrt ist wunderschön, umgeben von der Natur. Überall zwitschern Vögel, Adler kreisen über einem und am Ufer faulenzen Krokodile. Getoppt wird das Ganze dann nur noch durch die anschließende Mokoro-Fahrt: In einer Art kleinen Nussschale wird man durch das Schilf des Deltas gefahren - am Rande warten Frösche und Spinnen und hin und wieder zeigt sich ein Nilpferd oder ein Krokodil. Auch badende Elefanten konnte ich sehen. Diese absolute Ruhe war fantastisch - man hört maximal leise die Tiere oder das Eintauchen im Wasser. Vor der Mittagspause - im Busch natürlich - geht es eine Runde spazieren - zwischen Zebras, Büffeln, Elefanten, Antilopen und Gnus.

 

Das Moremi Game Reserve, das zum Okavangodelta gehört, ist übrigens auch ein Besuch wert. Hier gibt es nicht nur viele Elefanten, sondern ganz viele andere Tiere zu entdecken.

Die 1: Masai Mara, Kenia

Die Masai Mara ist mein absoluter Lieblingsort in Afrika. Kenias bekanntester Nationalpark überzeugt mich nicht nur immer wieder ob der unfassbar hohen Tierdichte, es ist auch ein Ort, an dem ich einfach sein kann. Ich spüre immer Ruhe, Dankbarkeit, Entspannung - und ich fühle mich als Teil von etwas ganz großem. Schon mein erster Eindruck war, dass ich hier Teil der Natur sein werde: Als ich zum ersten Mal dort war, im November 2015, reiste ich mit dem Flugzeug an und auf der Landebahn saßen drei Büffel - die sich von uns auch nicht stören ließen.

 

Unvergessen ist bei meinen bisherigen Trips in die Mara - vier bisher - eine Reise im Februar 2018, als wir zunächst zum Sonnenuntergang und am nächsten Morgen zum Sonnenaufgang eine Löwenfamilie fanden - mit sieben Löwenbabys, die alle etwa drei Monate alt waren. Während am Abend noch mehrere Autos vor Ort waren (die Anzahl ist auf fünf pro Sichtung begrenzt - zum Schutz der Tiere), waren wir am Morgen direkt die ersten und hatten einige der wundervollsten Tiermomente, die ich je erlebt habe, ganz für uns alleine.

 

Bisher war ich übrigens immer im gleichen Camp: Im Mara Siria Tented Camp etwas außerhalb des Parks, das mit seiner wundervollen Aussicht und den liebevoll eingerichteten Luxus-Zelten besticht. Man lebt trotzdem mitten in der Natur, Zebras grasen vor dem Zelt, Klippschliefer und Affen wandern auf dem Zelt herum und hin und wieder schauen mal Mangusten, Giraffen oder Warzenschweine vorbei. Vom Mara Siria aus hat man einen wahnsinnig tollen Blick auf die Masai Mara, bis hin zur Serengeti in Tansania. Ein wundervoller Ort, um anzukommen und zu sich selbst zu finden. Das Foto zum Beitrag mit dem Klippschliefer auf dem Felsen ist am Pool des Mara Siria entstanden.


Weitere wundervolle Orte:

Crescent Island, Kenia
Walking Safari auf der Insel

Samburu, Kenia

Wildlife in unberührter Landschaft

Chobe, Botswana

Elefanten und Co am Fluss

Lac du Togo, Togo

Auf den Spuren des Voodoo

Victoria Falls, Simbabwe

Eines der neuen sieben Weltwunder

Lake Elementaita, Kenia

Flamingos vor toller Kulisse

Tsavo East, Kenia

Elefanten auf roter Erde

Cape Three Points, Ghana

Einsamer Strand mit Schildkröten

Ilhéu de Bom Bom, Príncipe

Herrliche Unter- und Überwasserwelt

Hermanus, Südafrika

Kleines Städtchen mit Sicht auf Wale

Ngong Hills, Kenia

Naturschutzgebiet mit Skyline-Blick

Butre, Ghana

Traumstrand mit Wohlfühl-Faktor

Lake Kariba, Sambia

Romantische Auszeit an der Grenze

Praia Inhame, São Tomé

Auszeit am Strand mit Schildkröten

Boca do Inferno, São Tomé

Beeindruckendes Naturschauspiel



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